Ich führe hier nach und nach alle bekannten Formen des Karate auf, verweise auf entsprechende, erklärende Seiten und/oder Bildern bzw. verweise auf eigene Beschreibung/Besprechung.
Ich sortiere die Formen in zweiter Linie alphabetisch, in erster Linie benutze ich meine eigene Sortierung.
Kojō Uēkata 湖城親方 hieß eigentlich Sai Chōkō/Chūkū 蔡張孝 und auf Ryūkyū bekannt als Kugusuku / Kugushiku Uēkata舊御城親方, wobei Uēkata ein Titel ist. Er begründete eine Familienkampfkunst, welche ab Mitte/Ende des 17.Jh. nahezu jede Generation von Meistern beeinflußte.
Matsumura Sōkon war der bekannteste der einflußreichen Meister. Sein okinawanischer Name ist Machūmura „Bushi‟ Sūkun. Er änderte alle ihm bekannten Kata so, daß sie seiner Aufgabe als Leibwächter gerecht wurden. Aus diesen Kata sind alle nachfolgenden hervorgegangen, die nicht von Arakàchi stammen.
Aragàki Tsūji PēchinSeishō, auch Arakàki und Nīgàki</em > genannt, aber in seiner Heimat als Arakàchi Chūji Pēkumi Shishū bekannt, begründete nie einen eigenen Stil, obwohl er eine unverkennbare Kampfkunst repräsentierte, das heißt der Begriff Nīgàki-Schule ist gleichzeitig richtig und falsch. Arakàchi hat das Naha Te 那覇手 nach 1879 revolutioniert.
Am 24. März 1867 demonstrierte er in Suī 首里, der damaligen Hauptstadt des Königreichs Ryūkyū, vor einem chinesischen Botschafter okinawanische Kampfkünste. Dies war ein bemerkenswertes Ereignis, da Experten wie Ankō Asato, Ankō Itosu und Matsumura Sōkon zu dieser Zeit noch aktiv waren. Arakàchi diente als Dolmetscher für Chinesisch und reiste im September 1870 nach Beijing. Sein einziger dokumentierter Kampfkunstlehrer aus dieser Zeit war Wai Xinxian aus Fuzhou, einer Stadt in der Provinz Fujian der chinesischen Qīng-Dynastie. Arakàchi starb 1918.
Einige betrachten Chitō-Ryū als den Stil, der Arakàchi's Kampfkünsten am nächsten kommt, während andere anmerken, dass Arakàchi's Nachkommen sich hauptsächlich mit Gōjū-Ryū beschäftigen.